Marder erkennen: Erfahren Sie mehr über Aussehen & Fortpflanzung

Das Wichtigste auf einen Blick

Marder sind nachtaktive Raubtiere, die in Europa vor allem als Stein- und Baummarder vorkommen. Sie ernähren sich von Kleintieren, Insekten, Früchten und Abfällen. Oft suchen sie in Dachböden oder Garagen Unterschlupf und verursachen dort Lärm, Kot oder Schäden an Dämmungen und Kabeln.

Um Marder fernzuhalten, sollten Zugänge verschlossen und Geruchsquellen vermieden werden. Bei starkem Befall hilft ein Fachbetrieb.

So sieht ein Marder aus

In Deutschland sind vor allem Steinmarder und Baummarder verbreitet. Beide Arten haben ein graubraunes Fell und als Erkennungszeichen oft einen weißen Kehlfleck. Ihr Schwanz ist buschig und erreicht etwa die halbe Körperlänge.

Ein ausgewachsener Marder wird zwischen 37 cm und 52 cm lang und hat ein Gewicht von knapp 1.000 g bis zu rund 2.000 g. Weibchen in der Regel etwas kleiner und leichter sind als Männchen. Ihre Pfotenabdrücke ähneln kleinen Katzenabdrücken – ein typisches Indiz bei einem möglichen Befall.

Fortpflanzung und Nachwuchs

Die Paarungszeit der Marder liegt meist im Sommer (Juli bis August). Nach einer sogenannten Keimruhe bringen die Weibchen ihre Jungen im März oder April zur Welt. Ein Wurf besteht in der Regel aus zwei bis vier Jungtieren, die in einem geschützten Nest – oft auf Dachböden oder in Scheunen – geboren werden.

Nach etwa acht Wochen werden die Jungtiere selbstständig. In dieser Zeit sind Marder besonders aktiv und laut, da sie ihre Jungen häufig mit Nahrung versorgen und neue Unterschlüpfe aufsuchen.

Marder mit Jungen im Wald

Häufig gestellte Fragen zu Mardern

Was fressen Marder?

Marder sind Allesfresser und ernährt sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Auf ihrem Speiseplan stehen Mäuse, Vögel, Eier, Insekten, Früchte und gelegentlich auch Abfälle.

In ländlichen Gegenden greifen sie mitunter auch Hühner oder andere Kleintiere an. In Städten nutzen sie leicht zugängliche Futterquellen – etwa Abfalltonnen oder Kompost.

Wo leben Marder?

Marder leben bevorzugt in Wäldern, Parks, Scheunen oder Gebäuden. Der Steinmarder ist besonders anpassungsfähig und kommt auch in Großstädten wie Hamburg vor. Er sucht die Nähe des Menschen, wenn er dort Nahrung und Unterschlupf findet.

Wo sind Marder tagsüber? Und sind sie nachtaktiv?

Nur in der Aufzuchtzeit und während der Paarungszeit sind Marder tagsüber unterwegs, sonst sind sie vorwiegend nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in Holzstößen, Hecken und Schuppen auf und in der Stadt – und sie meiden auch nicht die Großstadt – kommen sie dem Menschen sehr nah. Dort gehen sie auch in Gartenhäuser, Lauben und auf Dachböden. Besonders Dachböden bieten Wärme und Sicherheit. Hier kann ein Marder mit einem strengen Geruch und lauten Geräuschen sehr lästig werden.

Machen Marder Winterschlaf?

Nein, Marder halten keinen Winterschlaf. Sie bleiben das ganze Jahr über aktiv, verringern aber im Winter ihre Aktivität. Gerade in der kalten Jahreszeit suchen sie deshalb warme Unterschlüpfe in Häusern – ein häufiger Grund für Marderbefall in Dachböden.

Sind Marder gefährlich?

Marder sind nicht aggressiv, können aber gesundheitsgefährdend sein: Sie übertragen Parasiten (z. B. Bandwürmer), Tollwut oder Hirnhautentzündungen auf Mensch und Tier. Zudem verursachen sie erhebliche Sachschäden durch zerkaute Kabel, zerrissene Dämmungen und starken Geruch.

Marder tagsüber im Wald

Wenn Sie Anzeichen für einen Marderbefall bemerken, sollten Sie nicht selbst eingreifen – Marder stehen unter Wildtierschutz. Vertrauen Sie stattdessen auf eine fachgerechte Marderbekämpfung durch erfahrene Profis. Unser Team berät Sie kompetent zu allen notwendigen Schritten und sorgt dafür, dass Marder sicher, schnell und nachhaltig entfernt werden.

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